Sei schreien "Stasi-DDR!" – und leben im totalen Überwachungsstaat

Sei schreien "Stasi-DDR!" – und leben im totalen Überwachungsstaat

Es vergeht ja kaum ein Tag, an dem wir (vorrangig auf Facebook) nicht mit den immer gleichen reflexartigen Bullshit-Kommentaren (primär aus dem Westen Deutschlands) bombardiert werden. Einer der häufigsten ist – nach 35 Jahren schlechten Fernsehdokus irgendwie nachvollziehbar – das Märchen vom… oder besser: die Totschlagwaffe vom

"Stasi-Überwachungsstaat DDR".


Und weil unsere Reaktionen auf solche Kommentare kurz vor dem Blocken meist nur ein müdes Lächeln sind, wir aber dennoch glauben, dass ein kleiner Gedankenanstoß dem einen oder anderen guttun könnte  nicht alle sind schließlich hoffnungslos verloren , haben das mal zum Anlass genommen, um dazu ganz kurz Stellung zu nehmen.

Zuerst einmal: Tatsächlich stand die BRD in Sachen Überwachung und Repression der DDR in NICHTS nach. Die Verfolgung Andersdenkender und Oppositioneller, Arbeitsverbote und Berufsverbote, politische Säuberungen, Observierungen durch den Verfassungsschutz, Einschüchterungen, Telefonüberwachung, Postkontrollen, Zersetzungsmaßnahmen gegen linke Organisationen, Kommunisten und DDR-nahe Gruppen – all das war in der BRD jahrzehntelang völlig normaler Staatsbetrieb:

🚫 BERUFSVERBOTE & GESINNUNGSPRÜFUNGEN IN DER BRD VOR 1989 – MILLIONEN UNTER VERDACHT

Tatsächlich lohnt sich ein Blick auf die Zahlen. In der Bundesrepublik wurden über Jahrzehnte umfangreiche Maßnahmen gegen politische Opposition durchgeführt, die in Zahlen wesentlich höher als jegliche Aktionen in der DDR waren. Ein bekanntes Beispiel ist der sogenannte "Radikalenerlass" von 1972. Im Zuge dieser Regelung wurden Bewerber für den öffentlichen Dienst systematisch auf ihre politische Gesinnung überprüft. Insgesamt wurden rund 3,5 Millionen Personen überprüft. Dabei kam es zu über 11.000 offiziellen Berufsverbotsverfahren, in tausenden Fällen wurden Menschen tatsächlich nicht eingestellt oder aus dem öffentlichen Dienst entfernt. Betroffen waren vor allem Lehrer, Post- und Bahnbeamte sowie Sozialarbeiter, häufig wegen Mitgliedschaften oder Aktivitäten in linken Organisationen wie der DKP.

🗂️ BRD-VERFASSUNGSSCHUTZ & POLITISCHE DATEIEN – HUNDERTTAUSENDE WURDEN IN DER BRD ÜBERWACHT

Auch die Überwachung durch den Verfassungsschutz erreichte erhebliche Dimensionen. Bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren führten die Behörden Dateien über mehrere hunderttausend Personen aus dem linken politischen Spektrum. Beim Bundesamt für Verfassungsschutz umfassten die Datensammlungen Ende der 1980er-Jahre über eine Million personenbezogene Einträge zu Organisationen, Aktivisten und politischen Gruppen.

Die rechtliche Grundlage für Telefon- und Postüberwachung wurde 1968 mit dem sogenannten G-10-Gesetz geschaffen, das Einschränkungen des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses erlaubt. In den folgenden Jahren wurden jährlich tausende Abhörmaßnahmen genehmigt, häufig im Kontext politischer Ermittlungen oder im Umfeld extremistischer Organisationen.

⚖️ POLITISCHE JUSTIZ – HUNDERTTAUSENDE ERMITTLUNGEN IN DER BRD VOR DER "WENDE"

Hinzu kommt die politische Justiz der frühen Bundesrepublik (die im ganz Wesenstlichen vion die exakt gleichen NAZIS wie vor 1945 dominiert wurde, wie Bundeswehr, BRD-Geheimdienste usw.). Nach dem Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) im Jahr 1956 kam es laut historischen Studien zu über 200.000 Ermittlungsverfahren wegen kommunistischer Betätigung. Daraus resultierten zehntausende Verurteilungen nach politischen Straftatbeständen. Bereits zuvor war 1951 auch die Freie Deutsche Jugend (FDJ) in Westdeutschland verboten worden.

🖥️ RASTERFAHNDUNG & MASSENDATEN – MILLIONEN BRD-BÜRGER IM VISIER DES EIGENEN STAATES

Parallel dazu entwickelten Polizei und Sicherheitsbehörden in den 1970er-Jahren neue Formen der Datenerfassung, etwa die Rasterfahndung. Dabei wurden große Datenbestände aus Melderegistern, Banken oder Energieversorgern abgeglichen. In einzelnen Fahndungsaktionen wurden Millionen Datensätze von Bürgern automatisiert überprüft. Soweit nur zur historischen Einordnung der politischen Repression in der "ach so freien BRD".

"Überwachungsstaat DDR? Schön. Und wo stehen wir dann heute?"

📣 Online-Meldestellen / staatlich geförderte Denunziationsportale, bei denen jeder jeden anonym anschwärzen kann wegen Hassrede“, Gedankenverbrechen“, falscher Meinung“ oder schlicht, weil jemand deine politische Haltung nicht mag. Der Staat stellt die Infrastruktur, du stellst die Verdächtigen. Moderne Denunziation auf Knopfdruck.

📱 Dein Smartphone ist heute die größte Plaudertasche der Menschheitsgeschichte: Standorttracking im Sekundentakt, Bewegungsprofil in 4K und alles, was du in jedem Messenger schreibst, wird von verschiedensten Geheimdiensten kontinuierlich mitgelesen. Vollautomatisch, permanent.

🚘 Kennzeichenkameras speichern jede deiner Fahrten natürlich nur "zu deinem Schutz".

👁️ Gesichtserkennung an Bahnhöfen und Plätzen, flächendeckend, lernfähig, unersättlich.

📺 Smart-TVs, die mithören, ob du hustest, seufzt oder auf der Couch eine unerlaubte Meinung murmelst.

🧬 Browser-Fingerprinting, das dich verfolgt, selbst wenn du Inkognito öffnest, bis der Chrome-Browser brennt.

✈️ Flug- und Grenzdaten, die in Echtzeit in internationalen Datenpools landen.

📦 Automatische Paket-Scans, die Gewicht, Muster und Inhaltsschätzungen analysieren.

🏦 Online-Banking-Überwachung, wo jede ungewöhnliche Buchung sofort als Risiko- oder "Verhaltensanomalie" markiert wird.

🚗 Autotelemetrie, die exakt weiß, wann du wohin fährst, wann du deine Geliebte besuchst, wie dein Fahrverhalten auf dem Weg zu ihr aussieht, was du dabei für Musik hörst, mit wem du telefonierst, wie oft du blinkst und wie sehr du dabei schwitzt.

🧠 Werbe-Tracker, die mehr über dein Innenleben wissen als deine Hausärztin (bei der du in den nächsten drölf Jahren im besten deutschen Gesundheitssystem aller Zeiten eh keinen Termin mehr bekommst..).

💳 Unzählige nicht demokratisch legitimierte Konzerne erfahren durch eine simple Kartenzahlung in der Drogerie, ob du schwanger bist, ob du nicht schwanger sein willst, wie groß die Tampongröße ist, die du kaufst, ob du Haarausfall hast, ob du Stress hast, ob du gerade eine Trennung durchmachst oder ob du gesundheitliche Probleme hast alles sauber erkennbar im Warenkorb.

🕸️ Über Bewegungsprofile checken alle westlichen Geheimdienste jederzeit und unaufhörlich, mit wem du dich triffst, mit wem du sprichst, in was für sozialen Kreisen du dich bewegst. Ob du mit Menschen Kontakt hast, deren politische Meinung nicht konform ist.

🗄️ Vorratsdatenspeicherung durch die Hintertür: Telekommunikations- und Standortdaten landen trotz aller Urteile weiterhin in Datenbanken, die offiziell nicht existieren aber zufällig immer abrufbar sind.

🤖 Predictive-Policing-Algorithmen, die dich im Zweifel bereits jetzt als unsicheres soziales Element einstufen, mit falscher politischer Meinung oder potenziell gefährlichen Ansichten, bevor du überhaupt aus dem Bett aufstehst.

📡 Bundesweite Funkzellenabfragen, bei denen der Staat ohne dein Wissen massenweise Handydaten aller Personen in einem bestimmten Gebiet einsammelt völlig egal, ob du dort wohnst, arbeitest, wartest, einkaufst oder nur am Zebrastreifen vorbeiläufst. Dein Bewegungsmuster landet trotzdem komplett in der Ermittlungsakte, einfach weil du zur falschen Zeit am falschen Funkmast eingeloggt warst.

🚨 Meinungskontrolle: Wenn man heute irgendwo im Internet etwas Falsches schreibt, einen Politiker hart angeht, ja, vielleicht ihn sogar (angeblich!) beleidigt, muss man damit rechnen, am nächsten Morgen im Bademantel von einer Hausdurchsuchung und vermummten Beamten aus dem Schlaf gezerrt zu werden. Das sind ja nun keine Einzelfälle. Hausdurchsuchungen als Konsequenz für Meinungsäußerungen und als repressives Instrument scheinen in diesem deutschen Staat ja völlig normal zu sein.

🔍 Chatkontrolle: Der Staat wird in Kürze jede deiner privaten Nachrichten jede Sprachnachricht, jedes Foto, jedes Wort automatisiert durchsuchen lassen, bevor sie überhaupt bei deinem Gesprächspartner ankommt. Nicht weil du etwas getan hast, sondern weil du potenziell etwas tun KÖNNTEST. Präventive Vollüberwachung deiner gesamten digitalen Kommunikation als Gesetz.

🤖 KI-VIDEOÜBERWACHUNG – DER STAAT SCANNT DEIN VERHALTEN

Die nächste Stufe der Überwachung steht bereits vor der Tür. Die Bundesregierung will die Befugnisse von BKA und Bundespolizei erweitern und verstärkt auf KI-gestützte Videoüberwachung setzen. Kameras sollen künftig nicht mehr nur filmen, sondern Verhalten analysieren. Systeme erkennen automatisch "auffällige Muster", vergleichen biometrische Daten mit Internetquellen und durchforsten riesige Datenmengen nach Kontakten und Verbindungen.

Pilotprojekte laufen bereits – etwa in Mannheim und Hamburg. In Berlin sollen Kameras installiert werden, die automatisch Alarm schlagen, wenn jemand "zu lange herumsteht", "ohne Anlass umherläuft", "mehrfach auftaucht" oder Gegenstände abstellt. Mit anderen Worten: Algorithmen entscheiden, was normales Verhalten ist – und was verdächtig wirkt. Parallel dazu sollen Ermittler mit automatisierter Datenanalyse nach dem Vorbild von Systemen wie Palantir riesige Datenbestände auswerten können, um Netzwerke und Bewegungsprofile sichtbar zu machen.

Kritiker warnen deshalb vor einem öffentlichen Raum, der zum dauerüberwachten Testfeld für KI-Technologie wird – in dem jeder Passant automatisch zum Datensatz wird. Während also weiterhin reflexartig "Stasi!" gerufen wird, entwickelt sich die Überwachung längst algorithmisch, digital und flächendeckend.


Reicht das erstmal, liebe "STAAAAASI-Brüllaffen"?


Heute ist keine Minute, kein Ort unseres Lebens nicht überwacht. Noch nie in der gesamten Menschheitsgeschichte war die Kontrolle über ein angeblich FREIES Individuum so lückenlos wie jetzt.

Und hey: Ihr glaubt doch immer noch, dass Mutti und Vati für DIESE Freiheit 1989 auf der Straße waren?!


Apropos Überwachung in der DDR: Da wusste der ABV Herr Werner, der zwei Eingänge weiter wohnte, maximal Bescheid, wenn wir Kinder uns stritten oder den Ball zum fünften Mal in den Kellerabgang gedonnert hatten. Das war’s. Aber hey: Der Mann war freundlicher Nachbar, nahbare Respektsperson und hatte sogar wöchentliche Sprechstunden! Na gut, zugegeben: Dass Frau Schmidt gelegentlich mit Herrn Prochaska schlief (beide verheiratet) entging ihm auch nicht. Aber das entging auch sonst keinem...

Und trotz großer, lückenloser Überwachung aller unserer Leben (von der uns immer wieder erzählt wird, sie würde nur unserer "Sicherheit" dienen) trauen sich weder unsere Muttis noch unsere Frauen heute nachts vom Bahnhof alleine nach Hause zu laufen – was in der DDR absolut kein Problem war. Gibt das alles einigen Westdeutschen nicht auch zu denken, oder können das wirklich nur primär Ostdeutsche aufgrund ihrer Sensibilisierung sehen?

Bleibt wachsam. Freundschaft aus dem Textilkombinat Kosmonaut!

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40 Kommentare

Hallo hier im Westen wird man als Ossi ständig verdächtigt mit dem Geheimdienst in Verbindung zu stehen.Ich habe heute über die Reparationskosten gesprochen ,die die DDR fast alleine an die Sowjetunion gezahlt hat und dann kam eine SMS auf mein Handy mit den genauen Daten und Zahlen in einem Block von euch und ich habe es erstaunt laut gesagt .
Sofort ging man davon aus ich würde den Geheimdienst in die Siedlung schleppen.

Dagmar

Die Spitze des Eisbergs:

1) „Neues Deutschland“ vom 5.2.1988
„Presserat der BRD bestätigte Agententätigkeit von Journalisten

Bonn (ADN). Der Presserat der BRD hat die geheimdienstliche Tätigkeit von Journalisten bestätigt. Anlaß dafür waren jüngst bekannt gewordene Fakten, daß bundesdeutsche Nachrichtendienste ständig Journalisten als Agenten einsetzen. Das aus Journalisten und Verlegern bestehende Gremium nannte eine solche Praxis unzuläsig. Der Presserat wies damit gleichzeitig Erklärungen des niedersächsischen Innenministers sowie des Innensenators von Berlin (West) zurück, die eine nachrichtendienstliche Arbeit von Journalisten als legitim und lobenswert bezeichnet hatten. Der Innenminister von Niedersachsen, Wilfried Hasselmann (CDU), hatte zugegeben, daß in seinem Bundesland mehrere Journalisten für den Geheimdienst arbeiten. Der Chef der Landesbehörde für den Verfassungsschutz, Joachim Bautsch, bestätigte diese Angaben und sprach von „guten Ergebnissen“ des Zusammenwirkens.
Als „völlig legitimen Vorgang“ hatte der Innensenator von Berlin (West), Wilhelm Kewenig (CDU), den Einkauf von Journalisten für nachrichtendienstliche Tätigkeit bezeichnet. Wie dies der Verfassungsschutz im einzelnen mache, darüber wolle er aber nichts sagen.“

2) „Berliner Zeitung“ vom 12.5.1987
BRD-Sportler empört über skandalöse Bespitzelung
Bonner Verfassungsschutz überwacht Olympiasieger
Bonn. ADN Die Bespitzelung von Angehörigen der BRD-Initiative „Sportler und Sportlerinnen für den Frieden — gegen Atomraketen“ durch den Bonner Verfassungsschutz hat unter BRD-Sportlern Empörung ausgelöst.
Olympiasieger und Weltmeister, die diese Friedensinitiative unterstützten, sind, wie die „Frankfurter Rundschau“ am Wochenende berichtet hatte, schon seit Jahren vom Verfassungsschutz geheimdienstlich überwacht worden. Zu den skandalösen Vorgängen erklärte die Fecht-Olympiasiegerin Cornelia Hanisch: „Ich bin erschüttert und traurig. Ich bin für Frieden und Abrüstung, aber keine Kommunistin.“ Auch die Familie von Schwimm-Olympiasieger Michael Groß ist entsetzt über die Vorgänge. „Eine Frechheit. Das muß Konsequenzen haben. Michael ist nicht einmal Mitglied dieser Initiative. Es ist doch schizophren, Sportlern das Silberne Lorbeerblatt zu verleihen und sie gleichzeitig zu bespitzeln“, erklärte Vater Günter Groß.
Der Fußball-Bundesligaspieler Ewald Lienen zeigte sich keineswegs überrascht von den Vorgängen. „Wenn man in diesem Land Kommunisten nicht voreingenommen gegenübertritt, wird man direkt als Verfassungsfeind abgestempelt.“
Der ehemalige Mittelstreckenläufer und derzeitige Sportreferent im hessischen Sozialministerium Franz-Josef Kemper hatte dazu als Sprecher der Initiative erklärt, seine Organisation vertrete Positionen zur Abrüstung und zur Friedenssicherung, die in allen Parteien und bei der Mehrheit der Bevölkerung unumstritten seien. Der Verfassungsschutz solle aufhören, Sportler zu bespitzeln.

3) „Neues Deutschland“ vom 26.8.1953
Spitzel an jedem Telefon
Frankfurt/Main (Eig. Ber.). Über die „freiheitlichen Zustände in der Bundesrepublik" weiß die bürgerliche „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ folgendes zu melden:
„Ein privates Telefongespräch innerhalb eines Ortsnetzes. Dabei fallen am Rande auch einige Bemerkungen über die politischen Vorgänge der letzten Tage. Plötzlich ist eine fremde Stimme in der Leitung. Weil ihr die Meinung des einen Gesprächspartners, was vorkommen soll, offenbar nicht paßt, fallen entsprechende kritische Bemerkungen, vermischt mit leicht drohenden Zusätzen.
Ein Einzelfall? Wir fürchten, nein. Studenten sind unfreiwillige Zeugen eines nächtlichen Bargespräches über politische Vorgänge geworden, das sicherlich in gehobener Stimmung geführt wurde und dessen Inhalt man schon im Hinblick auf Zeit und Ort weder auf die Waagschale legt noch verbreitet. Sie machen sich Aufzeichnungen und geben sie weiter. Es soll Minister geben, die diese nächtlichen Ergüsse zum Gegenstand eines politischen Briefwechsels gemacht haben …
Nun hat in dem Hausstreit der Demokraten und Liberalen soeben eine Partei der anderen mit Tonbandaufnahmen gedroht, mit Aufnahmen von abgehörten Telefongesprächen . . . Daß solche Tonbandaufnahmen als höchster Trumpf ausgespielt werden, daß es als das Selbstverständlichste von der Welt eilt, Gespräche erst zu belauschen und dann festzuhalten, das ist das Bedenkliche und das Gefährliche. Daß allgemeine und politische Sitten, Gesetze der Menschlichkeit unbedenklich beiseite geschoben werden, muß die breite Öffentlichkeit alarmieren, Es ist notwendig, auf Zustände hinzuweisen, die nicht mehr Einzelfälle sind, sondern sich zu einem bedrohlichen Gesamtbild zu entwickeln scheinen…“

Johann Weber

Oh man , das ist doch im Imperialismus alles nur für die Sicherheit der Obersten ,ich habe Angst das zu schreiben .Hoffentlich wird das nicht falsch verstanden.

Renate

Sie schreiben von der Verfolgung Andersdenkender in der BRD immer in der Vergangenheitsform . Diese Beobachtung und Verfolgung findet auch in der Gegenwart statt.

Dagmar

Stimmt so weit der Beitrag. Wenn vom Anti-DDR Staat und deren Anhängern propagiert wird, wie schlimm die Überwachung durch das MfS (ich bevorzuge diesen Begriff) war, dann kann ich das zur Not nachvollziehen. Schlimmer ist allerdings, dass 1989/90 diese Propaganda gerade von jenen mit getragen wurden, welche das MfS mit ihrer Arbeit beauftragt hatten und kontrollierten, ob sie das ordentlich machten. Das wurde, wie wir wissen allgemein “gut” angenommen. Diese Beschuldigungen wurden verbreitet, bevor sie überhaupt korrekt auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden konnten. Zudem. Die allgemeine Überwachung ist bis heute eigentlich nicht ernsthaft geprüft. In Aktenmetern lässt sich das nicht messen. Aber selbstverständlich gab es auch in der DDR Überprüfungen von Personen. Weil sie für besondere Tätigkeiten (z.B. Arbeit im MfS, in sicherheitsrelevanten Bereichen der Wirtschaft oder dauerhaften Dienstreiseeinsatz im Westen) vorgesehen waren. Das passiert in jedem Land. Damals funktionierte das mit viel Mann-Power, nicht mit KI oder Datenanfragen. Erstaunlich ist ist eigentlich nur, dass man so etwas inzwischen 36 Jahre später immer noch erläutern muss. Welchen Beitrag die DDR und ihre Sicherheitsorgane – auch das MfS – für die persönliche Sicherheit und vor allem für Frieden geleistet haben, wird im Gegensatz zu vermeintlicher flächendeckender Überwachung ausgeblendet. Vollständig.

Volker Liebscher

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